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Führungsebenen sollten Weiterbildung besser verstehen

Vor dem Hintergrund der KI-basierten Welle der Automatisierung in der Arbeitswelt plädieren Beth Davies, Connor Diemand-Yauman, and Nick van Dam in einem Kommentar für McKinsey Quarterly für eine Erweiterung des Konzepts von „lebenslangem Lernen“ hin zu „lebenslanger Beschäftigungsfähigkeit“.

Sie wenden sich in Ihrem Beitrag an die oberste Leitungsebene in Unternehmen und Organisationen und weisen auf vier Handlungsfelder hin:

  • Besser verstehen, wie Lernen funktioniert („Learn about learning“):
    • soziales Lernen in Gruppen hilft, Inhalte zu verarbeiten;
    • Trainingsangebote sollten auf spezifische Rollen und spezifische Entwicklungspunkte in der Karriere zugeschnitten sein;
    • Microlearning (15-30 Minuten) ist häufig effektiver als längere Einheiten;
    • L&D muss endlich lernen, aus den verfügbaren Datenspuren zu Lernaktivitäten Schlüsse für die Weiterentwicklung der eigenen Angebote zu ziehen; – die Marketing-Verantwortlichen sind da schon viel weiter.
  • Kompetenzen zählen, nicht Hochschulabschlüsse („Think competence, not college“)
    • „Coding boot camps have become an accepted source of talent for some of the world’s most prestigious tech companies because after two to four months of intensive work, participants have proved themselves to be job ready. In 2017, 80 percent of coding boot camp graduates found a job that used their skills, with an average salary of $70,698—well ahead of that of recent US college graduates ($49,785)“
  • In die Breite der Belegschaft investieren („Invest in frontline and entry-level workers“)
    • Walmart und Starbucks haben ihre Programm zur Übernahme von Gebühren für Weiterbildungsprogramm stark ausgeweitet, so dass jetzt alle Beschäftigten davon profitieren können. Wenn dies gut gesteuert wird (z.B. durch Vorgabe bestimmter thematischer Ausrichtungen) können die Unternehmen finanziell profitieren.
  • Public-Private Partnerschaften eingehen („Work with the public sector“)
    • Hier wird beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit in Deutschland als Vorbild herangezogen.

 


via Jochen Robes, weiterbildungsblog.de

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