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Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen & persönliches Wissensmanagement

Digicomp ist einer der führenden unabhängigen Bildungsanbieter für die Entwicklung digitaler Kompetenzen im betrieblichen Umfeld in der Schweiz. Wir haben mit Digicomp in der Vergangenheit in verschiedenen Projekten und Innovationskreisen zusammengearbeitet. Von Digicomp wurde ich angefragt, ob ich für den Firmenblog etwas zum Thema „Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen & persönliches Wissensmanagement“ beitragen könnte.

Da dies mit der Vorbereitung auf unser eigenes scil-Modul „Wissensmanagement & informelles Lernen“ nächste Woche zusammenfiel, habe ich das gerne gemacht.

Die zentrale Aussage ist aus meiner Sicht die folgende:

Die meisten betrieblichen Bildungsbereiche sehen formal organisierte Kompetenzentwicklung nach wie vor als ihr Kerngeschäft. Vermutlich würde in vielen Fällen ein grösserer Wertbeitrag realisiert, wenn das systematische Entwickeln und Stärken von Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen und persönliches Wissensmanagement als zumindest gleichwertige Aufgabe gesehen und angenommen würde.

 

Bildquelle: scil

 

Hier geht es zum Beitrag auf den Webseiten von Digicomp.

 

5 Gedanken zu „Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen & persönliches Wissensmanagement

  1. Vielen Dank Meier für diesen Beitrag.
    Vielleicht ist be:able eine KompetenzApp ein guter Impuls hierzu.
    Beste Grüße, Joachim Lask

    1. Hallo Herr Lask, danke für den Hinweis – interessantes Projekt! VG Christoph Meier
      https://be-able.info/de/projekte/guide-fuer-neuberliner/

  2. Lieber Christoph, kurz und knapp, ein sehr spannender Artikel. Ich schreibe im Moment einen Artikel zum Dolmetschen und möchte hier einen Gedanken hinzufügen, der beim Schreiben aufkam . Dolmetschende sind Einzelkämpfer und kaum je in einem Team integriert, eigentliche Freelancer. Aber auch für sie, oder gerade für sie, die individuell und ohne betriebliche Strukturen unterwegs sind, sind die Kompetenzen, die du in deinem Beitrag schreibst, zentral. Kompetenzen z. B., sich neues Wissen zu erarbeiten oder sich auf eine neue Ausgangslage (z. B. erstmalige Verdolmetschung in einem Betäubungsmitteldelikt) auch emotional einzustellen, sind Anforderungen, die Dolmetschende erfüllen müssen. Für selbstständig Erwerbende ein absolutes Muss, immer dringender aber auch für (uns) Angestellten einer Organisation. Ein schönes Wochenende und liebe Grüsse Christof

    1. Lieber Christof, danke für deinen Kommentar! Ja, das sehe ich auch so. Vielleicht können wir bei Gelegenheit einmal darüber sprechen, ob und wie ihr dieses Thema als Bildungsorganisation aufgreift. Herzlichen Gruss, Christoph

  3. Sehr geehrter Herr Meier,
    auch ich bedanke mich für Ihre sehr bedenkenswerten Ausführungen. Ihre oben formulierte Aussage „… Vermutlich würde in vielen Fällen ein grösserer Wertbeitrag realisiert, wenn das und systematische Entwickeln und Stärken von Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen und persönliches Wissensmanagement als zumindest gleichwertige Aufgabe gesehen angenommen würde“ zeigt auf, dass die New Work, auf die wir Studierende vorbereiten, das Lebenslange Lernen, wobei wir Lernende jeglichen Alters begleiten und das Wissensmanagement, welches in einer digitalisierten Welt von höchster Priorität scheint, neuer Lernsettings aber auch einer neuen Lernauffassung und -haltung bei sowohl Lehrenden als auch Lernenden bedarf. Eine App zum selbstgesteuerten Lernen kann hilfreich sein, aber die mentale Grundlage zur Übernahme der Verantwortung für den eigenen Lernprozess muss geschaffen sein, um auch eine zielgerichtete individuelle Gestaltung des Lernens selbsttätig vornehmen und langfristig aufrechterhalten zu können. Zudem sind Lehrende auf die damit einhergehende hohe Flexibilitätsanforderung ebenso mental vorzubereiten, um den das „systematische Entwickeln und Stärken von Kompetenzen für selbstgesteuertes Lernen und persönliches Wissensmanagement als zumindest gleichwertige Aufgabe“ etablieren zu können. Ziel sollte sein, auch den schulischen Kontext im Sinne der lernbiographischen Arbeit einzubeziehen, da die individuelle Lernkultur innerhalb des Schulsystems maßgeblich geprägt und ausgebildet wird, was im Format hochschulischer Lerncoachings offenbar wird. Als Ansatz bewährt sich hierbei die Perspektive des Lern-Projekts seitens der Lernenden: Das eigene Lernen als Projekt zu behandeln, den Lernprozess über Projektmanagement voranzubringen, um einen klar umrissenen Lernerfolg Schritt für Schritt zu verfolgen, zu evaluieren und das eigenen Lernen nach ggf. Misserfolg in Feinsteuerung zu optimieren. Die Etablierung entsprechender Kompetenzentwicklungs-Zugänge zwecks Förderung selbstgesteuerten Lernens und persönlichen Wissensmanagement kann über curriculare Integration (Argumentation: New Work etc.) initiiert werden. Dazu muss allerdings auch der Third Space (aus welchem heraus vornehmlich entsprechende Initiativen und Aktivitäten erfolgen) in der Wahrnehmung aufgewertet werden.

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