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Mobile Assisted Seamless Learning

Vor knapp eineinhalb Jahren hatten wir unseren Beitrag zu diesem Handbuch erstmalig eingereicht – letzte Woche landete dann ein Exemplar dieses mit über eintausend Seiten doch sehr wuchtigen Handbuchs auf meinem Schreibtisch:

Das Handbuch Mobile Learning (herausgegeben von Claudia deWitt und Christina Gloerfeld) mit insgesamt 44 Beiträgen liefert für den deutschsprachigen Raum die aktuellste und umfassendste Vermessung des Themenfelds „Mobile Learning“. Es ist in fünf Teile gegliedert:

  1. Grundlagen (v.a. Technologie)
  2. Verortung von Mobile Learning
  3. Didaktisches Design und Lernimplikationen
  4. Mobile Learning in Bildungskontexten
  5. Zukunft von Mobile Learning

Unser Beitrag mit dem Titel „Empowerment-orientierte Kompetenzentwicklung auf der Grundlage von Mobile Assisted Seamless Learning“ ist im vierten Teil im Abschnitt Berufliche Aus- und Weiterbildung eingeordnet.

Wir argumentieren darin, dass – vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in den Feldern Organisation, Arbeit und Führung – „Mobile Assisted Seamless Learning“ ein wichtiges orientierendes und integrierendes Konzept für eine zukunfts- und empowerment-orientierte Personal- und Kompetenzentwicklung darstellt. „Mobile Assisted Seamless learning“ wird dabei wie folgt definiert:

a learning model where a student can learn whenever they are curious in a variety of scenarios and in which they can switch from one scenario or context (such as formal and informal learning, personal and social learning, etc.) to another easily and quickly using the personal device as a mediator. (Wong und Looi 2011: 1).

Die Lernenden rücken stärker in den Mittelpunkt, können und sollen situationsübergreifend Lernen und können dabei zwischen verschiedenen Lernoptionen wählen. Gleichzeitig sind sie aber auch gefordert: was die persönliche Ausstattung (Endgeräte) betrifft ebenso wie die Fähigkeit zur Selbststeuerung und das produktive Nutzen von Lerngelegenheiten.

 

Dimensionen von Mobile Assisted Seamless Learning im Ermöglichungsraum des betrieblichen Bildungsmanagements (Quelle: eigene Darstellung)

 

Gleichzeitig ist auch das betriebliche Bildungsmanagement gefordert: die didaktische Lernorganisation (z. B. transferorientierte Funktionsweiterbildungen), die betriebliche Lernorganisation (z. B. Ermutigung zur Beteiligung an innerbetrieblichen Expertengemeinschaften und ErFA-Gruppen) sowie gegebenenfalls auch (informelle) Lernsituationen ausserhalb des Betriebs (z. B. Austausch im Rahmen von Messen oder überbetrieblichen Fach- und Expertengruppen) müssen zusammenspielen. Dafür braucht es Lernkulturen, die auf Selbstorganisation und Empowerment ausgerichtet sind – eine zentrale Entwicklungsaufgabe für das betriebliche Bildungsmanagement.


Seufert, Sabine; Meier, Christoph (2018): Empowerment-orientierte Kompetenzentwicklung auf der Grundlage von Mobile Assisted Seamless Learning. In: Claudia de Witt und Christina Gloerfeld (Hg.): Handbuch Mobile Learning. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, S. 879–899.

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